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Greenpeace Energy senkt erneut seinen Gaspreis

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr senkt der Energieversorger Greenpeace Energy den Preis für sein besonders umweltfreundliches Gasprodukt proWindgas: Vom 1. November 2015 an kostet die Kilowattstunde Gas 6,30 Cent statt wie zuvor 6,65 Cent. Der Grundpreis von 9,90 Euro im Monat bleibt stabil. Für den neuen Tarif gibt die Hamburger Energie-Genossenschaft eine Preisgarantie bis Ende 2016, davon ausgenommen sind nur eventuelle steuerliche Änderungen. Gaskunden mit durchschnittlichem Verbrauch können somit rund 50 Euro im Jahr sparen. Greenpeace Energy gibt sinkende Preise auf dem Energiemarkt traditionell so rasch wie möglich an seine Kunden weiter.

Erst zum 1. Januar war der proWindgas-Arbeitspreis von 6,95 auf 6,65 Cent/kWh gesunken, der monatliche Grundpreis von 14,90 zeitgleich auf 9,90 Euro, eine durchschnittliche Ersparnis von 100 Euro im Jahr. Insgesamt hat Greenpeace Energy seinen Preis für die Kilowattstunde Gas im Jahr 2015 um fast zehn Prozent reduziert. „Wir als ökologisch motivierte Energie-Genossenschaft arbeiten schließlich nicht für Gewinnmaximierung“, erklärt Greenpeace-Energy-Vorstand Nils Müller, „sondern für den Erfolg der Energiewende.“

Deshalb ist proWindgas auch der erste Fördertarif für die innovative Windgas-Technologie. Hierbei wird überschüssiger Wind- oder Solarstrom in Wasserstoff umgewandelt und kann so ins Gasnetz eingespeist werden. Gaskunden von Greenpeace Energy erhalten einen stetig steigenden Anteil des erneuerbaren Wasserstoffs in ihrem Erdgas, derzeit liegt die Beimischung bei rund einem Prozent. Der proWindgas-Preis enthält einen Förderbetrag von 0,4 Cent pro Kilowattstunde, mit dem Greenpeace Energy den Ausbau der Windgas-Technologie unterstützt. So leitet seit Dezember 2014 die Windgas-Anlage der Firma Enertrag im brandenburgischen Prenzlau Wasserstoff für proWindgas-Kunden ins Gasnetz ein.

Die zentrale Rolle von Windgas für den Erfolg der Energiewende in Deutschland belegt auch eine neue Studie von Wissenschaftlern der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und des Analyseinstituts Energy Brainpool, die Ende August 2015 in Berlin vorgestellt wurde: Mit Windgas, zeigen die Berechnungen der Forscher, lassen sich bis zum Jahr 2050 im deutschen Stromsystem 100 Prozent erneuerbare Energien erreichen, anstatt 80 Prozent plus 20 Prozent fossile Energieträger mitsamt ihrer CO2-Emissionen, wie die Bundesregierung plant. Dabei erweist sich ein Stromsystem mit Windgas um bis zu 18 Milliarden Euro pro Jahr günstiger als eines ohne, zeigen die neuen Daten. Zudem ist nur die Windgas-Technologie in der Lage, die im Zuge der Energiewende ständig wachsenden Stromüberschüsse aus Wind- und Solaranlagen in Form von Wasserstoff oder Methan ins Gasnetz und große Gaskavernen einzuspeichern. Damit können Dunkelflauten von bis zu drei Monaten überbrückt werden, also Phasen ohne Sonneneinstrahlung und Wind, wie es in einem Stromsystem mit hohen Erneuerbaren-Anteilen erforderlich sein könnte.

Weitere Informationen zu Greenpeaxe Energy finden Sie hier.