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Neuerungen im EEG für 2012 PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: cybernex   
Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 18:36 Uhr

Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde angepasst

Ziel der Energiewende ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben und das so kosteneffizient wie möglich. Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) soll die Förderung dieser Energien noch stärker an den Markt angepasst werden. Die Produktion wird sich künftig noch mehr an der Nachfrage orientieren; Prämien schaffen den Anreiz dazu.

Die bislang hohe Vergütung für Biomasseanlagen sinkt, während die Förderung für Windenergieanlagen auf See steigt.

Bei der Photovoltaik wird die Vergütung allerdings umso stärker sinken, je schneller der Ausbau gelingt. Die Vergütung der Photovoltaik fällt deswegen zum 1. Januar 2012 um 15 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte ist eine weitere Senkung vorgesehen, voraussichtlich um sechs bis neun Prozent.

Zu § 32 und § 33 EEG: Vergütungen für Strom aus solarer Strahlungsenergie

Die Degression für Strom aus Solaranlagen verändert sich in Abhängigkeit der in Deutschland jährlich neu installierten Leistung (Marktvolumen). Die Basisdegression beträgt 9 Prozent. Abhängig von der im jeweiligen Vorjahreszeitraum installierten Leistung kann die Degression jedoch höher oder niedriger ausfallen.

Wenn die installierte Leistung zum 30.09. des jeweiligen Vorjahres innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate zwischen 2.500 und 3.500 Megawatt liegt, verändert sich die Degression von 9% am Jahresende nicht. Übersteigt die gemeldete installierte Leistung in diesem Zeitraum 3.500 MW, 4.500 MW, 5.500 MW, 6.500 MW oder 7.500 erhöht sich die Degression entsprechend zusätzlich um jeweils 3, 6, 9, 12 oder 15 Prozentpunkte. Sie verringert sich jeweils um 2,5, 5 oder 7,5 Prozentpunkte, wenn 2.500 MW, 2.000 MW oder 1.500 MW unterschritten wurden. Die Degression wird von dem Vergütungssatz berechnet, der am 1. Januar des Jahres galt.

Die Vergütungen können ab dem Jahr 2012 auch zum 1. Juli eines Jahres absinken: Die Vergütungssätze verringern sich um 3, 6, 9, 12 oder 15 Prozentpunkte, wenn die installierte Leistung nach dem 30. September des Vorjahres und vor dem 1. Mai des im jeweiligen Jahres registrierten Anlagen (mit 12 multipliziert und durch den Wert 7 dividiert) 3.500 MW, 4.500 MW, 5.500 MW, 6.500 MW oder 7.500 überschreitet. Auch diese Absenkung wird von dem Vergütungssatz berechnet, der am 1. Januar des Jahres gilt.

Die gemeldete installierte Leistung und den für das Folgejahr resultierenden Prozentsatz der Degression sowie die Vergütungssätze teilt die Bundesnetzagentur (BNetzA) in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bis zum 31. Oktober jeden Jahres im Bundesanzeiger mit. Zum 30. Mai teilt die BNetzA die Vergütungssätze mit, die ab 1. Juli des jeweiligen Jahres gelten.

Im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 wurden der Bundesnetzagentur nach § 16 Absatz 2 Satz 2 EEG Anlagen gemeldet, die in Summe eine Leistung von rund 5 200 Megawatt aufwiesen. Damit ist der Schwellenwert von 4 500 Megawatt überschritten und der Schwellenwert von 5 500 Megawatt unterschritten. Die BNetzA hat mitgeteilt, dass zum 1.1.2012 ein Degressionssatz von 15 Prozent gilt. 14
Eigenverbrauch

Nach § 33 Absatz 2 EEG besteht auch dann ein Anspruch auf eine (geringere) Vergütung, wenn Strom aus solarer Strahlungsenergie nicht in das Netz eingespeist, sondern selbst verbraucht wird (Eigenverbrauchsvergütung). Dies setzt voraus, dass der Betreiber der Anlage oder ein Dritter diesen Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage verbraucht hat und der Strom nicht durch ein Netz der öffentlichen Versorgung durchgeleitet worden ist.

Das Vorliegen der Voraussetzungen muss der Anlagenbetreiber durch eine Messung nachweisen. Hierzu wird ein Zähler benötigt, der sowohl den Strombezug als auch die Einspeisemenge misst. Die Differenz mit dem Solarstromzähler ergibt den Eigenverbrauch. Technische Details sind in den Richtlinien des Forums Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) geregelt. Es handelt sich nicht mehr um Eigenverbrauch, wenn der Strom durch ein öffentliches Netz durchgeleitet wird.

Um die Regelung zum Eigenverbrauch nach dem neuen EEG 2012 in Anspruch nehmen zu können, muss die Anlage zudem folgende weitere Voraussetzungen erfüllen:

1. Sie muss zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 31. Dezember 2013 errichtet werden und sich an oder auf einem Gebäude befinden.
2. Ihre installierte Leistung darf maximal 500 Kilowatt betragen.
3. Sie muss über einen Netzanschluss verfügen.

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Größe der Anlage und dem Anteil des Eigenverbrauchs: Verbraucht der Betreiber weniger als 30 Prozent seines selbst erzeugten Solarstroms, werden ihm von dem jeweils geltenden Einspeisevergütungssatz 16,38 Ct. abgezogen. Verbraucht er mehr als 30 Prozent, beträgt der Abzug für diesen Anteil des Stroms nur 12 Ct. pro Kilowattstunde. Die Abzugsbeträge werden ab der Inbetriebnahme festgeschrieben. Sie sind somit unveränderlich. Um den Anteil des Eigenverbrauchs zu ermitteln, wird – als Bezugszeitraum – ein Jahr betrachtet.

Für stromintensive Firmen und mittelständische Betreibe sind verbesserte Ausgleichsregelungen weiterhin vorgesehen.


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