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Staatliche Förderung und Bankkredit erleichtern Sanierung – Energiepass ab Juli Pflicht

Mit ökologischen Renovierungen und einigen Verhaltensänderungen können Hausbesitzer die steigenden Kosten für Öl, Gas und Strom in den Griff bekommen. "Investitionen in die Energieeffizienz senken die laufenden Nebenkosten eines Haushalts massiv. Dank staatlicher Förderung und günstiger Kredite zahlt sich das oft schon nach wenigen Jahren aus", erläutert Ute Seemann von der Dresdner Bank. Trends in Sachen Energiesparen präsentiert aktuell die Messe Sanitär-Heizung-Klima vom 5. bis 8. März in Essen.

Die wichtigsten Tipps:
  • Heizung: Der Austausch alter Brenner zahlt sich bereits nach einigen Jahren aus, denn moderne Heiztechnik benötigt bis zu 40 Prozent weniger Brennstoff.
  • Lüftung: Eine Lüftungsanlage verhindert durch automatisches Lüften unnötigen Energieverlust. Eine Anlage mit Wärmerückgewinnung hilft zusätzlich zu sparen, indem die kalte Frischluft durch warme Abluft erwärmt wird.
  • Dämmung: Um Wärmeverluste an die Umgebung zu verringern, sollten Dach, Außenwände und Kellerräume isoliert werden.
  • Fenster: Ältere Fenster schließen oft nicht richtig. Fenster mit Wärmeschutzglas und guter Abdichtung belassen die Wärme im Haus.
  • Warmwasser: Sonnenkollektoren auf dem Dach erwärmen im Sommer und den Übergangsmonaten das Wasser zum Baden und Duschen. Bis zu 60 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs für Warmwasser kann die Sonne decken.
  • Regenwasser: Wer das vom Dach ablaufende Regenwasser in einer Zisterne im Garten oder in seinem Keller sammelt, spart Wasserkosten und Abwassergebühren.
  • Solarstrom: Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach macht das Haus zum E-Werk. Je nach Größe kann die Einspeisevergütung für den so erzeugten Strom die ganzen übrigen Nebenkosten eines Haushalts decken.

{mosgoogle left}Für Hausbesitzer, die ihre Immobilie energetisch renovieren möchten, gibt es zahlreiche staatliche Förder- und Kredittöpfe sowie Finanzierungsangebote der Banken. Die KfW-Förderbank vergibt zinsgünstige Darlehen für Neuvorhaben oder Altbausanierungen. Die Dresdner Bank bietet ein vereinfachtes EnergiesparDarlehen, bei dem zum Beispiel auf Bearbeitungskosten, Schätzkosten oder die Eintragung ins Grundbuch verzichtet wird. Zuschüsse zur Installation von Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen aber auch zur Energiesparberatung können Hausbesitzer beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

Vorteil: ausgewiesene Sparsamkeit

Ab dem 1. Juli 2008 müssen Besitzer von Häusern schrittweise einen Energiepass vorlegen können, wenn sie ihre Immobilie neu vermieten, verpachten oder verkaufen wollen. Käufer und Mieter können so auf einen Blick sehen, ob der Energieverbrauch im grünen oder roten Bereich liegt, die Nebenkosten also eher niedrig oder hoch sind. "Der Pass verschafft sparsamen Immobilien mit moderner Heizung und guter Dämmung einen Wettbewerbsvorteil", so Ute Seemann von der Dresdner Bank. Mieter können jedoch keine Rechtsansprüche zum Beispiel auf Durchführung einer Modernisierung aus dem Energieausweis ableiten. Die Bank-Expertin erwartet dennoch, dass der Gebäudebestand in Deutschland in den kommenden Jahren verstärkt umweltfreundlich saniert wird. Ausgestellt wird der Energieausweis von speziell qualifizierten Ingenieurbüros, Architekten oder Energieberatern.

Adressen und Informationen: www.dena-energieausweis.de.