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Förderung für solare Wärmeerzeugung in der Stadt Kassel aufgestockt

Für den Zubau solarer Wärmeerzeugungsanlagen auf bestehenden Gebäuden gibt es seit wenigen Tagen höhere Fördersätze. Darauf hat Stadtbaurat Christof Nolda im städtischen Pressedienst der Stadt Kassel hingewiesen. Wer Solarkollektoren mit einer Fläche bis 100 Quadratmeter (bisher 40 Quadratmeter) errichten will, erhält einen Zuschuss von jetzt bist zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA. Der Mindestförderbetrag wurde auf 1500 Euro angehoben. „Für private Hausbesitzer ist dies besonders vor den Hintergrund deutlich steigender Kosten für fossile Heizenergie ein besonders lohnendes Angebot und kann die eigene Haushaltskasse auf Dauer spürbar entlasten“, so der Stadtbaurat.

Auch größere Anlagen ab 100 Quadratmeter zur Erzeugung solarer Prozesswärme oder Kälte in Gewerbebetrieben erhalten höhere Förderungen für ihren Bau. Hier gibt es über das KfW-Programm „Erneuerbare Energien Premium“ zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen von jetzt ebenfalls bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten.

Die Förderung solarthermischer Anlagen wird aus dem Marktanreizprogramm des Bundes finanziert. Die verfügbare Summe ist begrenzt. Nolda empfiehlt daher: „ Stellen Sie möglichst rasch Anträge, um von der hohen Förderung zu profitieren.“

Bei der schnellen Entscheidung, ob ihr Dach für eine solarthermische Anlage in Frage kommt, sind die Kasseler klar im Vorteil. Seit über zwei Jahren ist im Internet-Umweltportal der Stadt Kassel der Solardachfinder SOLFI freigeschaltet.

Hier kann jeder Interessierte auf einem Luftbild oder einer Stadtkarte kostenlos feststellen, ob sein Dach für Photovoltaik oder Solarthermie geeignet ist. Berechnet wurde im Vorfeld über ein digitales 3D-Stadtmodell die Größe, Ausrichtung und die Neigung der Dächer zu Sonne, aber auch die Verschattung durch benachbarte Bäume oder Bauwerke. Die Dachflächen im SOLFI haben daraus eine unterschiedliche Färbung erhalten: Rotgefärbte Dachflächen sind für die solare Nutzung sehr gut, orangegefärbte Dachflächen gut und gelbgefärbte Dachflächen bedingt geeignet.

Wer jetzt eine solarthermische Anlage auf seinem Haus installieren möchte, dem empfiehlt Stadtbaurat Nolda, sich an einen lokalen Fachbetrieb zu wenden: „ Viele Firmen bieten als Service an, die Fördermöglichkeiten zu prüfen und die Anträge direkt vorzubereiten – eine komfortable Entlastung für den Hausbesitzer.“

Das Potenzial solarer Nutzung ist in der Stadt Kassel von allen erneuerbaren Energieträgern am größten. Besonders in den vergangenen beiden Jahren ist der Zubau solarenergetischer Dachanlangen bereits deutlich gestiegen. Für Nolda ein klares Zeichen: „Die Kasseler Bürger wollen aktiv an Energiewende und Klimaschutz mitwirken. Die Stadt Kassel wird sie dabei auch weiterhin unterstützen – durch SOLFI, aber auch durch weitere Aktivitäten.“

Weitere Infos unter http://www.stadt-kassel.de/stadtplan/themen/solardachfinder/