Solarinfo 3.0 - Photovoltaik & Alternativen

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Ob sich Solarzellen auf dem Dach lohnen, verrät auf Mausklick das Bocholter Solarpotenzialkataster

Anklicken, heranzoomen, nachsehen. Alternativ einfach seine Adresse eingeben und die Suche starten: Es dauert nur wenige Sekunden, um zu erfahren, ob es sich lohnt, Solarzellen auf seinem Dach zu installieren, um Sonnenenergie zu nutzen. Die Daten liefert das Solarpotenzialkataster für die Stadt Bocholt, einer neuer, kostenloser Internetservice. Welche Kosten anfallen und ob sich eine Investition wirtschaftlich trägt, erfährt der Anwender gleich dazu. Entstanden ist die Online-Anwendung in Kooperation zwischen Stadt und Stadtsparkasse Bocholt. Die Stadt Bocholt lieferte die Daten, die Sparkasse beauftragte die Programmierung des Tools und stellt den Online-Rechner zur Verfügung, der mit Berechnungsdaten gefüttert werden kann.

Rund 43.000 Bocholter Gebäudedächer wurden aus der Luft gescannt, nach Kriterien wie Sonneneinstrahlung und Schattenstand sortiert und farblich gekennzeichnet. Grün (gut geeignet), gelb (geeignet) oder rot (nicht geeignet):

Schnell ist zu sehen, ob ein Dach für eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung oder Wassererwärmung in Frage kommt. Prognostiziert wird die maximal installierbare Leistung, der Stromertrag und die CO²-Einsparung. Rund die Hälfe der Gebäude im Bocholter Stadtgebiet ist danach gut oder zumindest bedingt geeignet, um Sonnenstrahlen in Energie umzuwandeln, beispielweise zum Duschen.

"Das Solarpotenzialkataster gibt Eigentümern, Vermietern, Investoren und Firmen eine erste Einschätzung, ob es lohnt, sich mit Sonnenenergie und Photovoltaik zu beschäftigen. Die Detailplanung und Umsetzung muss dann mit einer Fachfirma erfolgen", so Markus Terodde, Leiter der Privatkundenabteilung bei der Stadtsparkasse Bocholt. Bocholts Stadtbaurat Ulrich Paßlick freut sich über mehrfachen Nutzen: "Das Solarpotenzialkataster ist eine Verzahnung von Klimaschutz und Wirtschaftsförderung. Als weiterer Baustein passt es hervorragend in unsere Strategie, als ´Klimakommune NRW´ mit vielen guten Beispielen beim kommunalen Klimaschutz voranzugehen und zugleich gutes für die Wirtschaft vor Ort zu tun." Bocholts Umweltreferentin Angela Theurich weist auf das aktuelle Förderprogramm "Solarthermie" für Bocholter Bürger hin.

Solarzellen zur Brauchwassererwärmung können für Wohnhäuser, die vor 2009 erbaut wurden, mit bis zu 500 Euro gefördert werden. Anträge nimmt die Stadt Bocholt unter Tel. 02871/953 254 entgegen. Wer nicht will, dass die Daten seines Gebäudes frei im Internet zu sehen sind, kann gegen die Veröffentlichung bei der Stadtverwaltung unter Tel. 02871/953 429 Widerspruch einlegen.

Zu erreichen ist das Solarpotenzialkataster unter www.bocholt.de (Serviceangebote), über die Website der Stadtsparkasse Bocholt (ssk-bocholt.de) oder unter www.solare-stadt.de/bocholt.