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Britisches Kraftwerk soll mit Palmöl befeuert werden

(pur). Die Umweltorganisation Rettet den Regenwald (RdR) hat Pläne von RWE npower scharf kritisiert, ein Kraftwerk im britischen Kent künftig mit Palmöl zu betreiben. Dadurch werde die Klimakatastrophe forciert, so der RdR-Vorsitzende Reinhard Behrend. "Solche Projekte steigern die Nachfrage nach Palmöl. Als Folge werden in Südostasien weitere Regenwälder zerstört, um Platz für neue Plantagen zu schaffen."



Palmöl wird vor allem im Tieflandregenwald von Indonesien und Malaysia angebaut. Die dortigen Torfwälder sind gigantische CO2-Speicher. Regelmäßig werden riesige Waldflächen abgefackelt, um Platz für neue Palmöl-Plantagen zu schaffen. Durch die Waldbrände allein in Indonesien wurden in manchen Jahren mehr als eine Milliarde Tonnen CO2 frei gesetzt, etwa 15 Prozent der weltweit von Menschen verursachten Emissionen mit Kohlendioxid.
In dem Inselstaat wurden bisher auf Sumatra und Borneo rund fünf Millionen Hektar Regenwald in Palmöl-Plantagen verwandelt.

In Malaysia sind seit 1985 solche Plantagen für 87 Prozent der Waldverluste verantwortlich. Mehr als 90 Prozent des weltweit gehandelten Palmöls stammt aus den beiden Ländern. Am vergangenen Wochenende lagen Teile Indonesiens, Malaysias und ganz Singapur erneut unter einer dicken Rauchglocke als Folge von hunderten illegalen Brandrodungen auf Sumatra und Borneo.

RWE npower will nach eigenen Angaben im britischen Kraftwerk Littlebrook testen, ob der Einsatz von so genanntem Biodiesel aus Palmöl kommerziell und technisch machbar ist. Bisher wird dort Erdöl eingesetzt. "RWE will den Teufel mit Beelzebub austreiben", kritisiert Reinhard Behrend. "Statt mit dem Einsatz von Palmöl das Weltklima anzugreifen, muss der deutsche Energiekonzern seine Millionen endlich in Energiesparmaßnahmen und eine Steigerung der Energieeffizienz investieren."

Weitere Infos unter www.regenwald.org